Sommerreifen von Continental gewinnen beim Reifentest

Beim aktuell veröffentlichten Sommerreifentest des Auto Club Europa (ACE Lenkrad, Heft 4, 15.04.08) haben zwei Produkte aus dem Continental-Konzern den ersten Platz erreicht. Ihr Hauptaugenmerk widmeten die Experten vom ACE und der Sachverständigenorganisation GTÜ der Frage, ob Reifen mit niedrigem Rollwiderstand Sicherheitsdefizite wie beispielsweise beim Nassbremsen aufweisen.

Dafür wurden die Bremswege auf Nässe, der Rollwiderstand und der Anschaffungspreis der Reifen verglichen. Getestet wurden Reifen der Größen 195/65 R 15 H, die zum Beispiel für einen VW Golf geeignet ist, sowie 175/65 R 14 T, die zum Beispiel für einen Ford Fiesta passt, der Konzern-Marken Continental und Barum sowie 13 weitere Reifenmodelle von allen namhaften Premium-Herstellern, darunter auch der Michelin Energy Saver, sowie zwei Billigimporte.

Im Ergebnis setzten sich der ContiPremiumContact 2 in der größeren Dimension als alleiniger Testsieger und der Barum Brillantis in der kleineren Reifengröße punktgleich mit einem Premium-Hersteller aufgrund der sehr guten Balance zwischen sicheren Fahreigenschaften und niedrigem Rollwiderstand gegen die Wettbewerber durch. Mit im Test war noch ein weiterer Continental Reifen (auch ein ContiPremiumContact 2), der für einen Fahrzeughersteller auf niedrigen Rollwiderstand hin ausgelegt ist, und die Note „empfehlenswert“ erhielt. Es zeigte sich erneut, dass preiswerte Importreifen zwar mit niedrigem Rollwiderstand aufwarten können, dabei gleichzeitig aber extreme Sicherheitseinbußen in Kauf genommen werden müssen. Beim Bremstest aus 100 km/h hatte eines der so bereiften Fahrzeuge noch eine Restgeschwindigkeit von 52 km/h, während das Fahrzeug mit den besten Reifen im Vergleichstest bereits zum Stehen gekommen war. Die Unfallfolgen bei einem Aufprall mit einer so hohen Geschwindigkeit müssen als dramatisch eingestuft werden. „Nicht empfehlenswert“ lautete daher fast zwangsläufig das Fazit für die zwei „Billgreifen“.

„Dieser Reifentest zeigt den generellen Zielkonflikt in der Reifenentwicklung zwischen Nassbremsen und Rollwiderstand sehr gut auf und verdeutlicht, dass die Berücksichtigung eines einzelnen Kriteriums, wie zum Beispiel Rollwiderstand, viel zu kurz greift. Die Testergebnisse unterstreichen im Hinblick auf die derzeit in der EU-Kommission diskutierte Klassifizierung von Reifen auch, dass nur eine Kombination aus Nassgriff- und Rollwiderstandseigenschaften eine hilfreiche Information für die Autofahrer hat, denn anderenfalls würden den Verbrauchern auch Reifen mit eklatanten Sicherheitsmängeln empfohlen werden. Kurz gesagt: Reifen sind keine Kühlschränke und sollten deshalb auch nicht so klassifiziert werden “, erklärte Dr. Burkhard Wies, Leiter der Pkw-Reifenentwicklung für das weltweite Ersatzgeschäft von Continental.

Zur Auslegung der Pneus ausschließlich auf niedrigen Rollwiderstand urteilte die Redaktion: „Eine andere Hausphilosophie verfolgt beispielsweise Continental: Rollwiderstand senken ja, hohe Laufleistung ja, aber nicht auf Kosten der Sicherheit. Kurze Bremswege bei Nässe sind wichtiger als extrem günstige Rollwiderstandswerte, argumentiert man in Hannover und legt die angebotenen Reifen für den Ersatzmarkt entsprechend aus. Dass Continental auch die andere Entwicklungsrichtung beherrscht, zeigt der ebenfalls im Test mit geprüfte ContiPremiumContact 2, der für die Erstausrüstung eines europäischen Fahrzeugherstellers nach dessen Wünschen ausgelegt wurde.“

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